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Wie gehst du eigentlich mit deinen Zugangsdaten um?
Post-its am Monitor? Das gleiche Passwort für alle Accounts? Oder ein Passwort, das so „sicher“ ist wie Sommer2024?
Und dann groß wundern, wenn plötzlich dein Facebook-, Amazon- oder E-Mail-Konto gehackt ist. Liest man ja ständig – und meistens hätte es sich mit ein paar einfachen Änderungen verhindern lassen.
Ich habe viele Jahre mit KeePass gearbeitet und war damit sehr zufrieden. Die Passwörter wurden lokal und sicher gespeichert, und ich konnte für jeden Account einmalige, starke Passwörter nutzen, ohne mir alles merken zu müssen. Doch die Welt verändert sich, und damit auch meine Anforderungen: Heute will ich meine Zugangsdaten auf verschiedenen Geräten – auch mobil – verfügbar haben, stets synchron und griffbereit.
Passkey & 2FA für mehr Sicherheit
Gleichzeitig gewinnen zwei Sicherheitsfaktoren immer mehr an Bedeutung, die du als Laie leicht verstehen kannst:
- Passkeys sind digitale Schlüssel, mit denen du dich bei Online-Diensten noch sicherer anmelden kannst. Sie ersetzen oft das klassische Passwort durch eine Kombination aus biometrischem Merkmal (wie Fingerabdruck) und einem geheimen Schlüssel, der dein Konto schützt, ohne dass ein Passwort mehr nötig ist.
- 2FA (Zwei-Faktor-Authentifizierung) bedeutet, dass du neben deinem Passwort noch einen zweiten Schritt brauchst, um dich einzuloggen, zum Beispiel einen Code auf dein Handy. Das macht es Hackern viel schwerer, an deine Daten zu kommen.
Verwaltung für Mitarbeiter und Familie
Mit KeePass war es allerdings manchmal schwierig, wenn ich die Zugangsdaten für andere mitverwaltete – egal ob für Familienmitglieder oder für Mitarbeiter. Oft braucht man bestimmte Logins ja nicht nur allein, sondern gemeinsam: zum Beispiel Social-Media-Accounts, Streaming-Dienste, Hosting-Zugänge oder Tools, an denen mehrere gleichzeitig arbeiten.
Das Problem: Passwörter sicher zu teilen oder neu zu erstellen und dann allen zugänglich zu machen, war mit KeePass umständlich. Kopieren, verschlüsselt verschicken, wieder importieren – und wenn sich ein Passwort geändert hat, musste ich es jedem einzeln mitteilen. Das kostet Zeit und ist fehleranfällig.
Hier kommt 1Password ins Spiel: Mit einem Manager-Account kann ich ganz unkompliziert alle Zugangsdaten zentral verwalten – egal ob privat, in der Familie oder im Team. Ich lege fest, wer auf welche Einträge Zugriff hat, und wenn ich ein Passwort ändere, ist die aktualisierte Version sofort für alle freigegeben. Neue Passwörter kann ich direkt erstellen und verteilen, ohne komplizierte Umwege – schnell, sicher und immer aktuell.
Zugangsdaten endlich sicher übergeben
Außerdem ist 1Password ideal, um Zugangsdaten sicher an Dritte zu übergeben. Statt Passwörter offen per E-Mail zu verschicken, kannst du mit 1Password einen sicheren, zeitlich begrenzten Freigabelink verschicken. So sind deine Daten geschützt, und der Empfänger hat dennoch unkomplizierten Zugriff.
Leider fehlt derzeit die umgekehrte Funktion: Zugangsdaten von Dritten über einen solchen sicheren Link anfordern. Wer also sensible Infos von anderen benötigt, muss dafür aktuell auf andere Wege ausweichen. Gerade für mich als Webdesigner wäre dies natürlich eine perfekte Option um Zugangsdaten von Kunden sicher zu erfragen. Ich hoffe darauf, dass hier bald noch eine entsprechende Funktion eingebaut wird.
Kosten
Die Kosten für 1Password sind absolut überschaubar – für den Komfort und die deutlich gesteigerte Sicherheit lohnt sich das allemal. Und mit der Watchtower-Funktion hast du jederzeit dein Sicherheits-Dashboard im Blick: Sie warnt dich bei schwachen, mehrfach genutzten oder kompromittierten Passwörtern und hilft dir, deine Online-Sicherheit proaktiv zu verbessern.