Das BFSG ist seit 2025 voll im Einsatz und fordert von vielen Unternehmen barrierefreie Websites.
Ich unterstütze gerne dabei, Websites zugänglicher und nutzerfreundlicher zu machen. Viele Maßnahmen helfen nicht nur Menschen mit Einschränkungen, sondern verbessern allgemein Bedienbarkeit, Struktur und oft auch die Sichtbarkeit bei Suchmaschinen.
Was mich allerdings zunehmend stört: Immer mehr technische Arbeit wird mit juristischen Unsicherheiten, schwammigen Vorgaben und möglichem Abmahnrisiko verknüpft. Ich bin Webdesigner und kein Fachanwalt für Wettbewerbsrecht.
Deshalb verspreche ich keine „perfekt rechtssichere Barrierefreiheit“, sondern biete bewusst barrierearme Websites an: pragmatische Verbesserungen mit gesundem Menschenverstand statt teurem Perfektionismus und juristischem Theater.
Warum ich die BFSG-Umsetzung kritisch sehe
- Mehr Bürokratie statt mehr Praxisnähe:
Wieder ein Thema, bei dem Unternehmen mit zusätzlichen Vorgaben, Prüfpflichten und rechtlichen Unsicherheiten konfrontiert werden. - Fragwürdige Verhältnismäßigkeit:
Natürlich sollte das Internet möglichst zugänglich sein. Trotzdem halte ich es für problematisch, wenn fehlende Optimierung automatisch wie ein klassischer Rechtsverstoß behandelt wird. Anders als bei Betrug, Täuschung oder Datenmissbrauch geht es hier meist nicht um aktiven Schaden, sondern darum, dass ein Angebot nicht für alle gleichermaßen nutzbar ist. - Zugänglichkeit aus Überzeugung – nicht aus Angst:
Ich verbessere Websites gerne dort, wo Barrieren reduziert werden können und echte Nutzer davon profitieren. Was ich kritisch sehe, ist der zunehmende juristische Druck inklusive möglicher Abmahnungen und Haftungsfragen bei teilweise schwer greifbaren Anforderungen.
Für dein kleines Unternehmen
Die echten Vorteile barrierearmer Sites
Barrierearme Websites bedeuten für mich vor allem bessere Nutzbarkeit, sauberere Technik und weniger unnötige Hürden. Ich ziehe jetzt keine wilden Prozentzahlen von angeblich Betroffenen aus dem Hut, um dir den wirtschaftlichen oder sozialen Nutzen barrierearmer Websites zu verkaufen. Ich halte es schlicht für sinnvoll, unnötige Barrieren abzubauen und Websites allgemein nutzerfreundlicher zu gestalten. Dafür muss man keine seitenlangen Checklisten abarbeiten oder in Perfektionismus versinken.
Viele sinnvolle Grundlagen bringen WordPress und Elementor bereits mit, etwa durch ARIA-Attribute und moderne HTML-Strukturen. In der Praxis geht es oft eher darum, an den Details zu feilen:
- gute Alt-Texte für Bilder
- ausreichende Farbkontraste
- saubere Überschriftenstruktur
- kleinere Markup-Fehler beheben
Ich nutze dafür pragmatische Werkzeuge wie WAVE, Lighthouse oder AccessibilityChecker.org – schnell, sinnvoll und ohne teure Zertifizierungsbürokratie.