Online-Bewertungen und der Umgang mit ihnen

Symbolbild (KI-generiert)

Warum Bewertungen so verdammt wichtig sind

Wenn du ein Unternehmen führst, weißt du: Die meisten Kunden lesen erst die Bewertungen, bevor sie überhaupt auf deine Website klicken. Ein paar Sterne weniger – und du bist draußen. Ein paar Sterne mehr – und du bist plötzlich „vertrauenswürdig“. So einfach ist das Spiel.

Darum sind gute Bewertungen Gold wert. Sie zeigen, dass du einen guten Job machst, dass Kunden zufrieden sind, der Kunde hat nicht mehr das Gefühl die Katze im Sack zu kaufen. Es sind deine digitalen Empfehlungen – ehrlich, ungefiltert, und im Idealfall zahlreich.

Aber Bewertungen sind nicht nur Werbung. Sie sind auch Feedback. Und manchmal knallt dir auch jemand seinen Frust ins Google-Profil. Ob es ein furchtbarer Kunde ist, du einen schlechten Tag hattest oder ihr einfach nicht zusammen passt: Dein Umgang mit der negativen Bewertung sagt ebenfalls viel über dich aus. Oft mehr als das größte Lob.

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Charaktertest Online-Kritik

Kritik gehört dazu. Punkt. Kein Mensch, kein Unternehmen macht alles richtig und kann jeden Kunden 100% zufriedenstellen. Also ist die Frage: Wie gehst du mit Kritik um?

Auch wenn Dünnhäutigkeit seit Jahren total im Trend liegt: Profis bleiben ruhig, bedanken sich für Feedback und klären die Sache. Sachlich, freundlich und wenn nötig eben auch mal mit einer klaren Entschuldigung. Ein Gesprächsangebot oder auch eine Schilderung deiner Sicht (Datenschutz beachten) zeigt anderen Interessenten, dass du kritikfähig bist. Das heißt nicht, dass du dich bei den unmöglichsten Kunden einschleimen muss: Auch eine sachliche, harte Kante gegen eine böswillige Bewertung zeugt von gutem Charakter.

Und dann gibt es noch die Unternehmer mit kränklichem Ego die jede kritische Bewertung zur Löschung meldet oder sogar oder Anwalt Abmahnungen verschickt. Es gibt inzwischen ja schon einen ganzen Industriezweig der auf kritikunfähige und weinerliche Unternehmen spezialisiert hat, sogar der SWR berichtet darüber.

Wer glaubwürdige Kritik wegbügelt, hat ein Problem – nicht mit Bewertungen, sondern mit Ehrlichkeit. Und das merken Kunden. Spätestens beim nächsten Google-Besuch.

Wie man als Kunde Bewertungen richtig schreibt

Gute Erfahrungen? Sag es deutlich!

Wenn du wirklich zufrieden warst, dann freu dich nicht nur – sag es weiter! Eine ehrliche, persönliche Bewertung ist für ein Unternehmen extrem wertvoll. Schreib ruhig, was dir gefallen hat, was dich überzeugt hat oder warum du wiederkommen würdest. Desto persönlicher, desto glaubhafter.

„War alles gut“ ist nett, aber hilft nicht viel. Einzeilige, generische Bewertungen sagen nicht viel aus, insbesondere wenn sie auch noch anonym sind.

Schreib lieber kurz, was du erlebt hast. Zwei, drei Sätze reichen. Bei größeren Betrieben oder Restaurants freuen sich übrigens auch Mitarbeiter, wenn sie persönlich erwähnt werden – das macht was mit Menschen.

Was ich eigentlich mache

Ich schreibe hier über Technik, Websites und digitalen Alltag. Mein eigentliches Handwerk ist aber Webdesign.

Mein Fokus liegt auf bezahlbaren WordPress-Websites für Selbstständige und kleine Unternehmen — ohne Agentur-Gehabe, ohne unnötige Umwege.

Negative Bewertungen – mit Kopf statt Keule

Inzwischen gehen immer mehr Unternehmen aktiv gegen negative Bewertungen vor. Da wird gelöscht, bestritten, gedroht – und im schlimmsten Fall sogar der Anwalt eingeschaltet. So mancher, der einfach nur seine Meinung sagen wollte, hat dafür schon eine kostspielige Überraschung im Briefkasten bekommen.

Heißt: Kritik sollte immer sachlich und belegbar sein. Kein Wutausbruch, keine Beleidigungen à la „Saftladen“ oder „unfähiger Haufen“. Das bringt niemandem was – und im Zweifel bist du derjenige, der Ärger bekommt. Viel besser: konstruktive Kritik, klare Fakten und vielleicht sogar Verbesserungsvorschläge.

Und wenn möglich: Mach Bilder! Nichts stützt eine Bewertung besser als ein Foto, das zeigt, womit du ein Problem hast. Eine Ferienwohnung mit Staubmäusen und Spinnweben? Foto hochladen. Mini-Schnitzel für 25 Euro? Bild rein. Solche Belege lassen sich schwer weglächeln – und machen deine Kritik glaubwürdig.

Sachlich formulierte Kritik kann sogar etwas Positives bewirken. Ich habe es selbst schon erlebt: Nach einer ehrlichen Rezension hat sich der Hersteller gemeldet, sich bedankt und mir kostenlos die überarbeitete Version geschickt. Sämtliche Kritikpunkte behoben, Bewertung von zwei auf fünf Sterne hoch. Und der Hersteller hat bei mir einen absolut professionellen Eindruck hinterlassen.

Mit konstruktiver Kritik hilfst du dem Unternehmen besser zu werden, zeigst Stil und schützt dich selbst vor unnötigem Ärger. Und wenn ein Unternehmen offen damit umgeht, entsteht am Ende etwas, das im Netz wirklich selten geworden ist: gegenseitiger Respekt.

WordPress Webdesigner Thomas Heger aus Auenwald

Thomas Heger
Webdesigner für KMU und Selbstständige

Seit über 20 Jahren gestalte ich Websites, die funktionieren – klar, durchdacht und mit dem Fokus auf das Wesentliche. Ich mag sauberes Design, pragmatische Lösungen und gute Gespräche auf Augenhöhe. Ich glaube an klare Strukturen, ehrliches Feedback und daran, dass man im Netz nicht schreien muss, um sichtbar zu sein. Louise (meine Hündin & Feel-Good-Managerin) sieht das übrigens genauso.

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