25 Euro für nervige Cold Mails? Mein Test von Inboxally.de

Inboxally.de gegen nervige Kaltakquise-Mails

Viele Unternehmer kennen sie: Cold Mails, also Werbemails die irgendwelche Produkte oder Dienstleistungen bewerben. Manche stören sie nicht, andere sind genervt. In den allermeisten Fällen sind diese unzulässig. Wer dagegen vorgehen will, musste dafür bislang meist einen Anwalt einschalten und gegebenenfalls mithilfe einer Rechtsschutzversicherung Zeit und Mühe investieren sowie ein Kostenrisiko eingehen.

Inboxally.de stellt 25 Euro je Cold Mail in Aussicht, ohne Kostenrisiko und bei minimalem Aufwand. Mail weiterleiten, diese wird zunächst automatisch auf Eignung und anschließend noch einmal manuell durch Juristen geprüft. Hinter Inboxally.de steckt die minimi UG, die sich um alles Weitere kümmert. Im Grunde braucht man nur noch Geduld.

Inhalte

Disclaimer

Zum Zeitpunkt dieses Artikels habe ich Inboxally.de einige Wochen getestet und auch erste Auszahlungen erhalten. Ich kann daher bestätigen, dass das Angebot im Kern funktioniert. Allerdings habe ich – Stand Ende Juli 2026 – noch Grund zur Kritik bezüglich technischer Probleme. Auch sind die auf der Website genannten zeitlichen Abläufe sehr optimistisch.

Ich bin allerdings regelmäßig mit dem Support in Kontakt, sehe deren Bemühungen und Fortschritte und bin zuversichtlich, dass gerade mit zunehmendem Erfolg und Feedback eine Verbesserung erfolgt. Daher schreibe ich diese Empfehlung hier, obwohl ich ursprünglich geplant hatte, dies erst bei 5-Sterne-Level zu tun.
Meine Empfehlung ist, nach der ersten Einrichtung der Freigabe „Fire and Forget“ zu fahren: Cold Mails weiterleiten und fertig. Nicht auf die schnelle automatische Reaktion und flotte Auszahlung spekulieren, sondern abwarten. Wenn beispielsweise die automatischen Abläufe mehrere Tage hängen, dann hilft eine E-Mail an service@getminimi.com weiter.

Inboxally.de bietet ein Referral-System an, mit dem für das Werben weiterer Nutzer ein Bonus ausgezahlt wird. Dieses nutze ich NICHT. Ich profitiere von keinem in diesem Artikel gesetzten Link. Diese Empfehlung kommt aus Überzeugung nicht zur Profitmaximierung.

Geeignete und ungeeignete E-Mails

Inboxally.de kann leider keine Wunder vollbringen: Klassische Spam-Mails, Betrugsversuche usw. bleiben leider ein Fall für den Spam-Filter. Zur Weiterleitung eignen sich nur Cold Mails und Inboxally.de kann nur gegen Unternehmen vorgehen, die innerhalb der EU sitzen und ermittelbar sind. Es macht Sinn, hier grob selbst vorzuselektieren und nicht jede unliebsame E-Mail weiterzuleiten, aber die Detektivarbeit im unklaren Einzelfall muss man nicht selbst übernehmen.

Klar ist: Typischer Spam von Freemail-Anbietern wie Outlook, Gmail usw. ohne Anschrift in der E-Mail ist nicht zu verfolgen.

Ablauf - Weiterleiten - Warten

Im Grunde funktioniert alles ganz einfach: Kaltakquise-Mails an spam@inboxally.de weiterleiten. Entweder normal oder – was auch nach meiner Anregung eingebaut wurde – als Anhang. Laut Website erfolgt eine automatische Vorprüfung innerhalb einer Minute. In der Realität (Stand Juli 2026) dauert das deutlich länger.

Anschließend gibt es einen kurzen Bericht. Wenn der Absender ermittelt werden konnte und innerhalb der EU sitzt, wird der Fall manuell von der minimi Rechtsanwaltsgesellschaft geprüft. Das dauert meist nochmal ein paar Tage. Je nach Fall geht Inboxally.de sogar mit den 25 Euro in Vorkasse. Dann dauert die Auszahlung meiner Erfahrung nach aktuell 7–10 Tage. Sitzt das Unternehmen im Ausland oder ist der Fall komplexer, dauert es entsprechend länger und es hängt alles davon ab, wie der Fall verläuft.

Bitte unbedingt mit dem Steuerberater klären, wie diese Zahlungen zu bewerten sind.

Was ich eigentlich mache

Ich schreibe hier über Technik, Websites und digitalen Alltag. Mein eigentliches Handwerk ist aber Webdesign.

Mein Fokus liegt auf bezahlbaren WordPress-Websites für Selbstständige und kleine Unternehmen — ohne Agentur-Gehabe, ohne unnötige Umwege.

Aufwand, Einnahmen und Erwartungshaltung

Die juristischen Mühlen mahlen langsam. Das ist auch bei Inboxally.de nicht anders, auch wenn man auf der Website aktuell leicht den Eindruck bekommen kann, dass sich eine Cold Mail schnell in ein paar zusätzliche Euro auf dem Bankkonto verwandelt. Das klappt manchmal, aber meistens eher nicht.

Wichtig ist: Das Weiterleiten der E-Mails macht quasi keinen nennenswerten Aufwand. Statt einfach zu löschen, an Inboxally.de weiterleiten und am besten in einem separaten Ordner – für Rückfragen – kopieren. Dauert keine 30 Sekunden, kann 25 Euro bringen. Das darf man nicht auf Stundensatz hochrechnen, sonst träumt man nachts von tausenden Cold Mails im Posteingang.

Aktuelle Empfehlung - Fire and Forget

Für mich ist Inboxally.de aktuell ein spannendes und unterstützenswertes Projekt. Es löst ein für mich lästiges Problem und bietet Aussicht auf eine gelegentliche Entschädigung ohne großen Arbeitseinsatz. Wer das genauso sehen kann oder sogar ein paar Minuten hier und da für eine nette Mail mit dem Support übrig hat, wenn mal etwas hängt, dem kann Post vom nervigen Werbe-Futzi künftig regelrecht Freude machen.

Wer hier wenig Frustresistenz mitbringt, kann darüber nachdenken, ob „Fire and Forget“ nicht auch eine gute Option ist: Cold Mails weiterleiten und sehen, ob irgendwann mal ein paar Euro auf dem Konto landen. Mehr als ein paar Sekunden Aufwand sind nach meiner bisherigen Erfahrung nicht zwingend notwendig.

WordPress Webdesigner Thomas Heger aus Auenwald

Thomas Heger
Webdesigner für KMU und Selbstständige

Seit über 20 Jahren gestalte ich Websites, die funktionieren – klar, durchdacht und mit dem Fokus auf das Wesentliche. Ich mag sauberes Design, pragmatische Lösungen und gute Gespräche auf Augenhöhe. Ich glaube an klare Strukturen, ehrliches Feedback und daran, dass man im Netz nicht schreien muss, um sichtbar zu sein. Louise (meine Hündin & Feel-Good-Managerin) sieht das übrigens genauso.

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